1000plus fordert den Abtreibungsausstieg – jetzt!

Caroline Stollmeier am 5. August 2011

Der neue Mikrozensus 2010 zeigt wieder einmal auf, wie erschreckend es um den Nachwuchs steht: Vor 10 Jahren gab es noch 2,1 Millionen Kinder mehr in unserem Land. Addiert man hingegen die Zahl der im gleichen Zeitraum offiziell gemeldeten Abtreibungen kommt man auf über 2,5 Millionen.

„Trotz aller Evidenz: Schon das Nachdenken darüber, ob es vielleicht einen Zusammenhang geben könnte zwischen chronischem Kindermangel einerseits und gigantischen Abtreibungszahlen andererseits ist tabu. Aber nicht für uns“, sagt 1000plus-Projektleiter Kristijan Aufiero.

In den letzten Jahren wurde viel veröffentlicht über den Kindermangel und unsere demographischen Probleme. „Offenbar fällt dabei niemandem auf, dass viele der fehlenden Kinder eigentlich da waren, aber nicht zur Welt gekommen sind. Die eigentliche Frage heißt daher nicht ‚warum bekommen die Leute keine Kinder mehr?’, sondern ‚warum treiben so viele Schwangere ab?’“, so Aufiero.

Die Beraterinnen von 1000plus haben eine genaue Vorstellung davon, warum Frauen abtreiben. „Der mit Abstand häufigste Grund, den die betroffenen Frauen nennen, heißt ‚Er will das Kind nicht’. Neben Beziehungsproblemen, sind der ‚falsche Zeitpunkt’ und die massive Überlastung vieler Frauen, die insgesamt drei häufigsten Motive für einen ‚Abtreibungswunsch’“, erläutert Aufiero, „allein: Keine Frau wünscht sich einen Schwangerschaftskonflikt und keine Frau treibt gerne ab. Was diese Schwangeren sich eigentlich wünschen, sind Problemlösungen und andere, nämlich bessere Umstände. Umstände, unter denen sie sich freimütig für ihre Babys entscheiden könnten, die sie unter ihren Herzen tragen.“

Im vergangenen Jahr haben über 70% aller Frauen, die eine Abtreibung in Erwägung gezogen hatten, sich schließlich doch für ihr Baby entscheiden können, nachdem sie bei 1000plus beraten worden sind und ein konkretes, individuelles und mit ihnen zusammen erarbeitetes Hilfsangebot bekommen haben.

„Ein Bruchteil der Ausgaben für ‚Abwrackprämie’, ‚Bankenschutzschirm’ oder ‚Eurorettungsfonds’ würde ausreichen, um in Deutschland flächendeckend die Beratung und Hilfe zur Verfügung zu stellen, die nötig ist, damit sich viele tausend Frauen im Schwangerschaftskonflikt doch für ihre Babys entscheiden“, weiß Aufiero und hofft zaghaft, dass aufgrund der „atemberaubenden Geschwindigkeit, mit der die Bundesregierung ihren fundamentalen Positionswechsel in Sachen Kernenergie vollzogen hat, eine ganz andere, viel wesentlichere Kehrtwende möglich ist: der Abtreibungsausstieg.“

 

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Auch die Wutbürger aus der neuen 1000plus-Kampagne fordern jetzt auf Plakaten und Aufklebern: „ABTREIBUNGSAUSSTIEG JETZT!“

  

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