Soll ich heute einen Hund bei Zajac kaufen?

Caroline Stollmeier am 20. Januar 2012

STANDPUNKT

Heute Vormittag hat endlich der Hundeverkauf bei Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl begonnen. Der Parkplatz ist nicht übermäßig voll, aber einige Ü-Wagen kann ich ausmachen. Bereits im Eingangsbereich des nach eigenen Angaben größten Zoofachhandels der Welt werde ich von mehreren Sicherheitsleuten und Angestellten begrüßt. „Zu den Hunden gehen Sie einfach den Gang bis zum Ende und dann links“, erhalte ich freundlich Auskunft.

Bis ich mich durch die Traube von Journalisten in die erste Reihe vor die Gehege gedrängelt habe, dauert es ein paar Minuten. Hinter der Glasscheibe sitzt eine Tierpflegerin und spielt unaufgeregt mit niedlich tollenden Dackelwelpen herum. Eine Journalistin spricht mich an: „Sind Sie aus privatem Interesse hier? Möchten Sie einen Hund kaufen?“ Ich höre, wie Inhaber Norbert Zajac unter Scheinwerferlicht in eine der Kameras spricht: „Bei diesem Medienrummel haben die Endverbraucher bestimmt Lampenfieber. Aber ab morgen rechne ich mit den ersten Verkäufen…“

Tierschützer haben seit gut einem Jahr versucht, die Aufnahme von Welpen in das Sortiment des Zoohandels zu verhindern. Es ist in Deutschland zwar nicht verboten, diese Tiere im Geschäft zu verkaufen, aber bisher war es unüblich. Wer ein Hund als Haustier haben wollte, musste sich direkt an einen Züchter oder ein Tierheim wenden.

Die Kritik an Zajac bezieht sich auf die Art, wie die Tiere in seinem Geschäft betreut werden. Außerdem gibt es noch den allgemeinen Vorwurf, dass er mit einer Kommerzialisierung des Welpenhandels zur „Überproduktion“ von Haustieren beiträgt. Die Tierheime sind doch wahrlich voll genug! Diesen konstruierten Zusammenhang finde ich nicht überzeugend.

Norbert Zajac begegnet allen Vorwürfen der Tierschützer gelassen und selbstbewusst. Seine Tierpfleger und Tierärztinnen sind rund um die Uhr auf Abruf für die Tiere da, die Gehege sind größer, als sie sein müssten. Er wählt die Züchter und Familien, aus denen seine Hunde kommen, sorgfältig aus. Beispielsweise achtet er streng darauf, keine Tiere aus Massenzucht anzubieten. Bei der Beratung und Nachbetreuung von Käufern arbeitet Zajac mit Tierschutzorganisationen zusammen. Und spontane Mitleidskäufe schließt er unter anderem aufgrund der relativ hohen Verkaufspreise aus. Das habe ich alles bereits im Vorfeld gelesen. Und es klingt konsequent. Auch jetzt, als er die ewig gleichen Fragen der Journalisten geduldig beantwortet, wirkt er nicht so, als wäre er bei bestimmten Themen verlegen oder würde versuchen etwas zu beschönigen.

Der bereits etablierte Verkauf von Katzen bei Zoo Zajac ist ein Indiz, dass auch der Hundeverkauf ein Erfolg werden wird. Zajac bedient eine ungeheuere Nachfrage. Er tut glaubhaft vieles dafür, die Tiere in seinem Geschäft gut zu betreuen und schnell in verantwortungsvolle Hände zu übergeben.

Die Tierschutzorganisation PeTA, die maßgeblich hinter den Protesten gegen Zajac steht, geht über die Kritik am Tierverkauf im Zoohandel hinaus und kritisiert das Halten von Haustieren grundsätzlich: „Selbst Menschen, denen etwas an Tieren liegt, sind oft nicht imstande, die vielen Bedürfnisse eines Tieres zu erkennen oder zu erfüllen. Domestizierte Tiere sind in einer sehr zwiespältigen Lage: sie können nicht mehr auf sich alleine gestellt überleben, haben jedoch noch viele ihrer Grundinstinkte und -antriebe behalten. Sie werden gewöhnlich von ihren natürlichen Herden oder Rudeln getrennt, ihre Körper und Seelen sehnen sich danach umherzustreifen, aber aus Sicherheitsgründen werden sie im Haus oder Garten gehalten, sind immer abhängig von ihren Haltern, selbst für einen Schluck Wasser oder einen Happen zu Essen oder für etwas sozialen Kontakt. Solange Menschen Tiere als Spielzeug, Besitztum oder Ware ansehen anstatt als lebende Individuen mit Gefühlen, Familien und Freundschaften, werden die vielen Fälle von Vernachlässigung und Missbrauch nicht aufhören.“ Und weiter: „Menschen, die die Zeit, das Geld, die Liebe und die Geduld aufbringen, um die lebenslange Verpflichtung für ein Tier zu übernehmen, können wirklich helfen, indem sie ein solches Tier aus dem Tierheim aufnehmen oder einem streunenden Tier von der Straße ein gutes Zuhause geben.“

Viele Menschen wollen Haustiere haben. Und sie haben viele – manchmal auch gute – Gründe dafür diese nicht aus einem Tierheim oder von der Straße zu holen. Auch, wenn sie Tiere mögen. Und auch, wenn sie wissen, dass die Tierheime voll sind. Diese Menschen wenden sich in der Regel an Züchter.

Ich kann nicht beurteilen, wie Tiere bei Züchtern behandelt werden. Bestimmt gibt es da große Bandbreiten. Kontrolliert werden können Züchter nur schwer, insbesondere, wenn sie privat oder im Ausland sind. Und was tun Züchter mit Tieren, die nicht verkauft werden können, die nicht gesund sind oder die nicht den Schönheitsidealen entsprechen?

Bei Zajac ist alles irgendwie öffentlich. Der Inhaber lädt alle Interessierten ein, sich seine Verkaufsräume, die Unterbringung seiner Tiere und den Umgang mit diesen genau anzusehen. Ladenhüter gibt es nicht, wie Zajac selbst sagt. Und den Tierschützern bietet er immer wieder Gespräche an, worauf diese nicht immer eingehen.

Wer ein Haustier haben möchte, der sollte sich grundsätzlich seiner Verantwortung bewusst sein, sich gut beraten lassen und auch nicht leichtfertig bei der Wahl der Bezugsquelle sein. Mein Eindruck ist, dass man bei Zajac gut und auch kritisch beraten wird. Zajacs Argument, dass der Verkauf von gesunden Tieren die wichtigste Werbung für sein Geschäft ist, finde ich im Übrigen einleuchtend.

Seit gut einem Jahr verfolge ich die Proteste gegen Zajac. Bisher habe ich kein stichhaltiges Argument dagegen gefunden, Hunde (oder andere Tiere) ausgerechnet bei Zajac zu kaufen. Mein Eindruck ist, dass es viel schneller auffallen würde, wenn es den Tieren bei Zajac schlechter ginge als beispielsweise bei Züchtern. Und als Käufer entscheide letztlich nur ich, wo ich mein Haustier kaufe und zu welchen Bedingungen. Der Journalistin, die mich heute angesprochen hat, habe ich aber gesagt: „Nein, ich möchte grundsätzlich keine Haustiere haben.“ Denn das ist aus meiner Sicht der beste Tierschutz.

Welpenverkauf bei Zoo Zajac

Am 20. Januar hat der Hundewelpenverkauf bei Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl begonnen.

Welpenverkauf bei Zoo Zajac

Journalisten belagern die neue Hundeanlage.

Norbert Zajac im Interview zum Welpenverkauf

Inhaber Norbert Zajac gibt zahlreiche Interviews.

(Fotos: Caroline Stollmeier)

Abgelegt unter Allgemein,Tierrechte | Ein Kommentar

Ein Kommentar zu “Soll ich heute einen Hund bei Zajac kaufen?”

  1. reinhold kassenam 21. Januar 2012 um 23:07

    Offener Brief an Norbert Zajac

    Seit Jahren steht die Duisburger Tierhandlung „Zoo Zajac“ in der Kritik von Tierschützern. So verkauft das Geschäft Wildtiere, die für die Privathaltung nicht geeignet sind und hat auch mit dem Grundsatz gebrochen, dass Katzen nicht in Zoohandlungen verkauft werden. Nun geht Zajac noch einen Schritt weiter. Hundewelpen sollen in Zukunft das Geschäft zum Blühen bringen. Seit März diesen Jahres versammeln sich Tierschützer und Hundefreunde regelmäßig zu Demonstrationsveranstaltungen vor dem Zoofachgeschäft Zajac. Unterstützt wird diese Kampagne von vielen Tierrechts- und Tierschutzorganisationen. Gemeinsam wurde nun die „Initiative gegen Welpendiscount“ gegründet. Wir werden dieser unmoralischen Geschäftsidee keinerlei Raum geben und möchten mit diesem Schreiben ein paar Worte an den Betriebsinhaber und Geschäftsmann Herrn Zajac persönlich richten.

    .

    Herr Zajac, gestatten Sie uns ein paar persönliche Worte an Sie:

    Es ist uns eine Freude Ihnen mitteilen zu können, dass aus einer anfänglichen Informationskampagne gegen Ihr Vorhaben nun eine schlagkräftige Initiative geworden ist, die mit immer mehr Kooperationspartnern einem steigenden Wachstum unterliegt. Vielleicht stellt sich Ihnen die berechtigte Frage, warum ausgerechnet SIE aus der Masse der Tierhandlungen unsere gesamte Aufmerksamkeit erhalten. Sie sind Geschäftsmann, kein Tierschützer oder Tierliebhaber im ehrenamtlichen Sinne. Dafür haben wir Verständnis. „Verständnis haben“ und „mit etwas einverstanden sein“ sind aber zwei paar Schuhe. Und ein Schuh blutet gewaltig! Verstehen Sie uns nicht falsch, jeder Geschäftsmann sollte gewinnmaximierend arbeiten. Ein Unternehmen strebt Profit an. Aber um jeden Preis? Diese Frage drängt sich auf und möge erlaubt sein.

    „Wenn wir es schaffen, Moral und Ethik in unser wirtschaftliches Handeln mit einzubeziehen, werden wir noch größeren Erfolg haben.“

    Daniel Goeudevert, Topmanager & Vorstandsvorsitzender a.D. (Volkswagen)

    Sie haben, um gewinnbringend eine Marktlücke für sich zu erschließen, mit einem Tabu gebrochen…und das nicht zum ersten Mal.

    .

    Werfen Sie mit uns einen Blick auf die Heidelberger Beschlüsse …

    Die Selbstbeschränkungen im Handel mit Heimtieren sind festgelegt in den Heidelberger Beschlüssen des ZZF (Tierschutz im Zoofachhandel, Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V.)

    „Präambel: Die nachfolgend aufgeführten Selbstbeschränkungen im Handel mit Heimtieren dienen dem Schutz lebender Tiere in der Obhut des Zoofachhandels und des Liebhabers (Halter). …Die Einhaltung dieser Selbstbeschränkungen ist somit bindende Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V..“

    Artikel 3 der allgemein gültigen Bestimmungen: „Mitgliedsfirmen des ZZF verzichten auf die Präsentation und den Verkauf von Hunden. Die vermittelnde Zusammenarbeit mit Tierheimen und Züchtern wird ausdrücklich empfohlen.“

    Artikel 4 der allgemein gültigen Bestimmungen: „…Hauskatzen werden von Mitgliedsfirmen des ZZF nicht angeboten. Der Zoofachhandel unterstützt die örtlichen Tierschutzvereine in ihrem Bemühen, die für die in ihrer Obhut befindlichen Katzen, Hunde u. a. Tiere ein neues Heim zu finden.“

    Diese Selbstbeschränkungen ihrer eigenen Zunft haben ihre berechtigten Gründe. Sie kommen dem nicht nach. Wir werden uns die Frage nach dem „Warum“ an dieser Stelle verkneifen, da die Beweggründe eindeutiger nicht sein könnten. Bereits seit einiger Zeit verkaufen Sie ja auch Katzenwelpen aus Glasschaukästen heraus. Nachweislich arme Seelen, die kränklich und schlecht versorgt sind.

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    Herr Zajac, Ihr Tellerrand…

    Negative Auswirkungen von bisher noch unbekanntem Ausmaße sieht die Medienkoordination der Initiative, vertreten durch Reinhold Kassen / animal-peace Tierhof e.V., besonders im Bereich der kleinen Tierhändler, die aus wirtschaftlichen Gründen Ihrer Geschäftsidee folgen werden.

    Herr Zajac, Wenn Sie an den Plänen des Welpenhandels festhalten, wird das dubiose Trittbrettfahrer sowie viele kleine Tierhandlungen auf den Plan rufen, die sich diese tierschutzwidrige Geschäftsidee zu nutze machen werden. Die Dämme der bisherigen Hemmungen werden endgültig brechen. Sie sollten und müssen sich Ihrer unmittelbaren Mitverantwortung bewusst werden. Sie erschaffen damit die Tierschutzprobleme von morgen und diese Prognose ist nicht von der Hand zu weisen. Schon jetzt kämpfen deutsche Tierschützer an allen Ecken und Enden gegen mafiösen Welpenhandel, der Deutschland geradezu überflutet. Ein Tierleid von einer Größenordnung, mit welchem Sie sich bisher nicht ausreichend beschäftigt haben.

    Seit der groß angelegten Recherche des deutschen Tierhilfe Verbandes (DTV, Mitträger der Initiative), welcher 2010 zahlreiche Tierhandlungen in Deutschland überprüfte und erschreckende Missstände in der dortigen Tierhaltung dokumentieren konnte, sollte jedem klar sein, dass wir der Flut von kleinen Welpenhändlern nicht mehr Herr werden können, wenn Sie als Vorreiter diese Geschäftsidee weiter verfolgen. An jeder Ecke werden kleine Händler versuchen ihre nach wie vor schwindenden Umsätze mit Hunden- und Katzenbabys auszugleichen. Das darf nicht passieren!

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    „Wühltischwelpen“ – Gestatten: Ihr Gegenwind

    Die Pressemeldungen zum Thema häufen sich von Tag zu Tag, der öffentliche Druck steigt. Viele Organisationen wie Peta, die deutschen Tierheime, der Zentralverband Deutscher Zoofachbetriebe e.V. (ZZF), animal-peace Tierhof e.V., die tierhilfe e.V. Strasburg, der deutsche Tierhilfe Verband (DTV), der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt), Tasso und diverse weitere Tierschutzvereine beziehen deutlich Stellung gegen Ihr zweifelhaftes Vorhaben.

    Auch Unternehmer und ehemalige Geschäftspartner Ihres Zoohandels wenden sich offensiv gegen Ihre Planungen. Erste Konsequenzen hat das bayerische Familienunternehmen Interquell, das mit seiner Marke Happy Dog zu den führenden deutschen Futtermittelherstellern gehört, gezogen. Es hat die Geschäftsbeziehungen zum Ihrem Unternehmen eingestellt.

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    Wo kommt Ihre „Ware“ her, Herr Zajac?

    Bislang ist eher unklar, woher die Welpen kommen sollen, denn seriöse Züchter geben ihre Tiere nicht an Ihre Tierhandlung. Dafür sorgt die moralische Selbstverpflichtung und ganz sicherlich in naher Zukunft auch die Initiative gegen Welpendiscount.

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    Tierschutzverein Duisburg steht als Zajac- Befürworter vor dem Aus. Ihre Mitverantwortung ist sichergestellt!

    Der Tierschutzverein Duisburg e.V. hatte sich mittels eines Infostandes demonstrativ vor den Eingang Ihrer Tierhandlung gestellt, um unter anderem, so hatte es den Anschein, mögliche Bedenken gegen den Welpenverkauf bei Besuchern im Ansatz zu zerstreuen. Laut einem Bericht der Zeitung RP online droht dem Duisburger Tierschutzverein nun der Ausschluss aus dem Deutschen Tierschutzbund, weil Mitglieder den geplanten Verkauf von Welpen bei Zoo Zajac verteidigt hatten. Ein entsprechender Antrag wurde auf einer Sondersitzung des Präsidiums in Berlin eingeleitet. „Wir kritisieren das scharf. Ein Hundeverkauf bei Zoo Zajac darf nicht stattfinden“, sagt Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes. Dass dem Ausschlussantrag zugestimmt wird, gilt als sicher. (Quelle: RP online)

    Nun hat also ein kleiner Tierschutzverein, der sich naiv und gedankenlos zu Ihnen gesellt hat, seinen Ruf verloren. Sie tragen die Mitverantwortung dafür, dass diesem kleinen Verein die Glaubwürdigkeit (zu Recht) entzogen wurde. Es ist traurig und erschütternd, dass Sie naive Menschen vor Ihren Werbekarren gezogen haben, Rücksicht auf Verluste.

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    Die Gesetzeslage, Herr Zajac …

    …gibt Ihnen NOCH den gewünschten Freiraum. Es wird jedoch nicht nur von uns und unseren Mitstreitern eine Änderung der Gesetzeslage angestrebt, die verhindern soll, was jetzt noch machbar ist. Der Verkauf von Katzen- und Hundewelpen in Tierhandlungen ist eine Änderung des Status Quo wert und wir bereiten nun schon vor Fertigstellung Ihrer Anlage präzise Formen der rechtlichen Forderung vor. Politik ist kein starres Konstrukt sondern ein sich in ständiger Bewegung befindlicher Raum. Wir werden bewegen! Ebenso wie in der Schweiz und in Österreich, wo der Verkauf von Katzen- und Hundewelpen gesetzlich untersagt ist, nachhaltig bewegt wurde.

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    Die Gründe für unser Tun dürften Ihnen bekannt sein?

    Es geht um ethisch-moralische Grundsätze. Es geht um das Tierleid von morgen. Die Präsentation von süßen Hundebabys verleitet zu Spontankäufen, dabei sollte gerade die Anschaffung eines Hundes gut überlegt werden. Das wissen Sie. Gerade in der Prägephase brauchen Hunde Sicherheit, viel Aufmerksamkeit und eine individuelle liebevolle Betreuung. Dies ist in einem Geschäft mit festen Öffnungszeiten, wechselndem Personal und regem Kundenandrang nicht zu gewährleisten.

    Das Tierleid von morgen? Sie werden es nicht „ausbaden“ müssen. Das erledigen für Sie die leidenden Hunde, die überforderten Halter und nicht zuletzt die jetzt schon an der Grenze ihrer Kapazitäten arbeitenden Tierschutzvereine/ Tierheime. In Ihren Tierkaufverträgen haben Sie sich für den Fall der Fälle gut abgesichert, Sie brauchen die Tiere nicht zurücknehmen und müssen sich keinerlei Gedanken um die vielen Hunde machen, denen Sie eine verhängnisvolle Zukunft bescheren. Über die vielen Hunde, die Sie nicht verkaufen werden und die dann notgedrungen in der Versenkung verschwinden, darüber haben wir auch noch nicht gesprochen. Wo werden Sie unverkäufliche Tiere letztendlich hinbringen?

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    Unsere aufrichtige Einladung, Herr Zajac

    Wir hoffen Sie verstehen uns richtig. Wir sehen es nicht als unsere Aufgabe an gegen „jemanden“ zu arbeiten…sondern gezielt für „etwas“. Sie zwingen uns mit ihren tierschutzwidrigen Plänen zu aktiver Notwehr. Es geht uns nicht um die Demontage einer Person. Gelegentliche Spitzen sollten Sie dementsprechend nicht überbewerten, gehören sie doch – wie sagte schon F.J. Strauß so treffend: „zu dem Ritual einer sachlichen und respektvollen Gegnerschaft, die persönliche Wertschätzung nicht ausschließt“. Es ist und bleibt unsere Pflicht, gegenüber den Tieren und auch hinsichtlich ethisch-moralischer Grundsätze, Ihr Handeln offen und aktiv anzugehen.

    „Die Welt ist kein Machwerk, und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.“ (A. Schopenhauer)

    Es geht doch Nichts über ein paar persönliche Worte, Herr Zajac. Sie dürfen uns also gerne eine persönliche Stellungnahme vorlegen und uns mitteilen, wie unser weiteres Gespräch verlaufen kann. Denn eines ist sicher: Wir fangen gerade erst mit unserer Arbeit an und da ist noch jede Menge…wie sagt man „Luft nach oben“.

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    Mit freundlichen Grüßen

    Die Initiative gegen Welpendiscount

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    Kontakt:

    animal-peace Medienkoordination

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