Das Spenden-Experiment: Selbsterfahrung Teil II

Caroline Stollmeier am 2. März 2012

Im Laufe unseres Experiments hat sich gezeigt, dass wir beim Kauf von alltäglichen Dingen nicht so viel Geld wie erhofft einsparen konnten. Aber es gab ja auch noch unsere Regel 1: „Die Hälfte des Betrags, den wir für Luxus-Güter (also Dinge, die wir nicht unbedingt brauchen und die man nur kauft, weil sie Freude machen) ausgeben, wollen wir spenden.“

Insbesondere in den ersten Tagen und Wochen des Experiments stellte sich immer wieder die Frage, ob eine „Unnützausgabe“ vorlag oder nicht. In dieser Phase haben wir bestimmte grundsätzliche Entscheidungen getroffen. Meistens war es jedoch ein individuelles Abwägen.

Freunde

Natürlich macht es einfach nur Spaß Freunde zum Essen einzuladen oder zu beschenken. Wir haben aber schnell entschieden, dass unsere Freunde nicht durch unser Experiment beeinflusst werden sollen. Immerhin geht es dabei nicht nur um uns. Und wir wollten auch niemandem ein schlechtes Gewissen einreden.

Geschenke, Restaurantbesuche und andere Dinge für unsere Freunde, haben wir grundsätzlich nicht zu den „Unnützausgaben“ gezählt.

Kinder

Natürlich haben unsere Kinder schon mehr als genug Spielzeug. Und auch ein Freizeitparkbesuch ist nicht unbedingt lebensnotwendig. Ähnliche Überlegungen wie im Zusammenhang mit unseren Freunden, haben uns aber dazu gebracht alle Ausgaben für unsere Kinder in unserem Experiment nicht zu berücksichtigen.

Lebensmittel

Gelegentlich konnten wir bestimmte Lebensmittel wie Pralinen oder bestimmte Biersorten eindeutig als Luxus-Güter einstufen. Manchmal fiel diese Entscheidung schwer, oder wir haben einfach nach einem Einkauf vergessen die Ausgaben zu berücksichtigen. Deshalb ist dieser Ausgabenblock der unsicherste in unserer Auflistung und hat dazu geführt, dass wir uns entschieden haben, am Ende die Spendensumme in plausibler Höhe aufzurunden.

Kosmetik

Wir kaufen generell sehr wenig reine Kosmetikprodukte (Duschgel, Deodorant, Klopapier und ähnliches zählt natürlich nicht!). Haben wir doch mal eine Creme oder ein Haarstylingprodukt gekauft, konnten wir das schnell als „Unnützausgabe“ klassifizieren.

Hobby

Ebenso einfach zu identifizieren waren Ausgaben für unsere Hobbys (wie beispielsweise Bastelbedarf), die in der Regel spendenwirksam wurden.

Kleidung

Wir haben nicht das kaputte Paar Schuhe, das ersetzt werden musste, berücksichtigt, sondern Kleidungsstücke und Accessoires, die wir nur kauften, weil sie uns gefielen. Es waren nicht viele, aber der eine oder andere Spendeneuro ist auf diese Weise zusammen gekommen.

Fazit

Aus der Anwendung von Regel 1 haben wir etwa 75 % unserer Spenden gewonnen.

Grundsätzlich konnten wir feststellen, dass sich schnell ein Gefühl dafür eingestellt hat, dass Luxus-Güter während des Experimentzeitraums für uns 50 % mehr kosten. Und entweder wir haben den (gefühlt) höheren Preis akzeptiert oder eben nicht. Wenn nicht, haben wir eben kein Geld ausgegeben. Das hat dazu geführt, dass wir im Experimentzeitraum mit Sicherheit weniger Luxus-Güter gekauft haben als davor.

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