Spenden-Experiment: Und das Geld geht an…

Caroline Stollmeier am 8. März 2012

1.100 Euro konnten wir im Laufe eines Jahres zusammensparen. Wie versprochen möchten wir dieses Geld zum Menschenlebenretten einsetzen. Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, wer das Geld am Ende bekommen soll. Neben vielen wichtigen Kriterien hat sich für uns herausgestellt, dass uns vor allem eins wichtig ist: Vertrauen.

Wir haben uns verschiedene Organisationen genauer angesehen. Von vorne herein sind nur diejenigen in Frage gekommen, die ausdrücklich versuchen Menschenleben zu retten. Natürlich retten auch Projekte, deren Ziele beispielsweise eine bessere Schulbildung oder mehr Gerechtigkeit sind, indirekt Menschenleben. Die Beschränkung ist keine Wertung. Sie ist lediglich die individuelle Vorgabe, die wir uns selbst für unser Experiment gemacht haben.

Zwei Vereinen fühlen sich mein Mann und ich in besonderer Weise verbunden, weil wir den Menschen hinter den Kulissen vertrauen und ihre Arbeitsweise überzeugend finden. Dieses Vertrauen ist im Laufe der Zeit gewachsen, nicht erst während des Spenden-Experiments. Wir wissen, beide Vereine retten erfolgreich Menschenleben – der eine in Deutschland, der andere im Sudan.

Nach gründlicher Überlegung und ohne damit gleichzeitig die Arbeit anderer Organisationen abwerten zu wollen haben wir uns entschieden, die gesammelten Spenden je zur Hälfte an Pro Femina e.V. und den Deutsch-Afrikanischen Ärzte-Verein in der BRD e.V. zu übergeben.

Natürlich kann unsere Spende nur einen kleinen Beitrag zur wichtigen Arbeit dieser Vereine leisten. Aber wir hoffen, dass wir mit unserem Spenden-Experiment zeigen konnten, dass man auch mit einfachen Mitteln und ohne spürbaren Verzicht mehr Geld für gute Zwecke oder zur Bekämpfung von Missständen ausgeben kann. Nicht nur der Staat, nicht nur die Reichen, nicht irgendjemand, sondern ich.

Spenden-Experiment

Heute ist unser Spenden-Experiment abgeschlossen. Das Geld geht an Pro Femina und den Deutsch-Afrikanischen Ärzte-Verein. Wir wissen, hier werden Menschenleben gerettet.

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Ein Kommentar zu “Spenden-Experiment: Und das Geld geht an…”

  1. Max Kuckucksvateram 9. März 2012 um 19:09

    Toll, dass Ihr so viel gesammelt habt und es an zwei Vereine spendet. Beim Thema Abort, ist auffällig, dass viele auch deswegen ausgeführt werden, weil die Vaterschaft unklar ist. Darauf geht bisher keine der Abtreibungsberatungsseiten ein, vielleicht ein guter Gedankenanstoß an den Verein von Seiten der Spender.

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