Urheberrecht: Wir wissen, wo dein Auto steht …

Harald Stollmeier am 16. Mai 2012

Das Urheberrecht verdient Schutz, genau wie das Privateigentum. Man soll dabei nicht maßlos werden, aber das ist auch schon alles. Das ist meine Meinung, und ich habe es bislang nicht für nötig gehalten, sie öffentlich zu sagen, zumal sie weitgehend dem geltenden Recht entspricht, und zumal eine Gruppe von Hauptbetroffenen unter dem Titel „Wir sind die Urheber!“  genau die richtigen Worte dazu publiziert hat.

Nun aber werden die Unterzeichner dieser Erklärung von einer anderen Gruppe aus dem Schutz der Anonymität heraus bedroht. Ihre persönlichen Daten werden veröffentlicht, und die Täter kündigen den Künstlern an, sie unaufhörlich zu verfolgen.

Anscheinend vertreten die Anonymen eine abweichende Meinung zum Urheberrecht. Aber man kann nicht mit ihnen darüber diskutieren, weil sie ja gar nicht diskutieren wollen. Sondern einschüchtern. Nekulturny.

Was kann man tun? In „Ali Baba und die 40 Räuber“ markiert der Spion der Räuberbande Ali Babas Haus mit einem Zeichen, damit die Bande in der folgenden Nacht in das Haus eindringen und Ali Baba ermorden kann. Die kluge Sklavin Morgiane entdeckt das Zeichen – und malt es auf alle Häuser der Umgebung.

Deshalb unterzeichne ich den Aufruf „Wir sind die Urheber!“ – hier   (und Dank an Josef Bordat für den Hinweis).

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