Bürgerbeteiligung am Haushaltssanierungsplan für Duisburg

Caroline Stollmeier am 26. Mai 2012

KOMMENTAR

Duisburg muss sparen. Noch bis zum 4. Juni kann jeder, den es interessiert, online versuchen zu beeinflussen, an welchen Stellen dies künftig geschehen soll. Die Stadt selber hat viele Vorschläge dazu gemacht. Darüber hinaus können Duisburger Bürger eigene Sparvorschläge einreichen. Das Ergebnis wird dem Rat der Stadt für die Haushaltsberatung 2012 zur Verfügung gestellt. Verpflichtet in irgendeiner Form ist dadurch niemand.

Ich finde die Idee einer Bürgerbeteiligung trotzdem sehr lobenswert. Einige der eingereichten Sparvorschläge zeugen von großem Wissen über die internen Abläufe der Stadtverwaltung und realistischer Einschätzung der begrenzten Mittel unserer Stadt. Leider vergreifen sich manche Beteiligte aber auch im Ton, wünschen sich Einsparungen in Bereichen, auf die die Stadt gar keinen Einfluss hat oder lehnen einseitig Sparvorschläge ab, ohne sich über Alternativen Gedanken zu machen.

Viele Themen sind hochemotional besetzt. Häufig geht es um Arbeitsplätze oder Vergünstigungen. Sparen möchte man am liebsten immer „bei den Anderen“. Konstruktiv ist das nicht und wird vermutlich auch nicht dazu führen, dass zukünftig die Bürger verstärkt in wichtige Entscheidungen einbezogen werden.

Deshalb mein klarer Appell: Nutzen Sie die Möglichkeit sich zu beteiligen, auch wenn Sie befürchten, dass am Ende sowieso niemand auf Sie hören wird. Stimmen Sie beispielsweise hier dafür, dass die Stadt ihre Unterstützung der Schwangerenberatungsstelle „Haus im Hof“ nicht einstellt. Aber vergessen Sie auch nicht die lange Liste anderer Einsparvorschläge durchzusehen und an anderer Stelle eine Einsparung zu befürworten – auch wenn es schwer fällt.

Abgelegt unter Allgemein,Politik | Keine Kommentare

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

Der Eisvogel