0,4 Prozent

Caroline Stollmeier am 13. Juni 2012

Im ersten Quartal 2012 gab es 0,4 % mehr Schwangerschaftsabbrüche als im Vorjahreszeitraum. Das hat heute das Statistische Bundesamt offiziell gemeldet. Sicherlich ist das keine Topmeldung am Tag der EM-Partie Deutschland gegen Holland…

In den ersten drei Monaten diesen Jahres haben sich etwa 29.100 Frauen zur Abtreibung entschlossen, die allermeisten von ihnen nicht aus medizinischen Gründen oder weil sie vergewaltigt wurden. Nur 4 % waren minderjährig. Bei weit mehr als der Hälfte der Schwangeren handelte es sich nicht um das erste Kind.

0,4 % mehr Schwangerschaftsabbrüche. Diese kleine Randnotiz mag vielen am heutigen Tag bedeutungslos erscheinen. Nur eine Statistik. Aber jede einzelne Mutter und alle Kinder, die sich hinter dieser Statistik verbergen, haben eine Bedeutung.

0,4 % mehr Schwangerschaftsabbrüche bedeuten ein totes Kind mehr, eine weitere Frau, die keine Alternative zur Abtreibung ihres Kindes sah, eine traurige Geschichte mehr, der niemand zu einem glücklichen Ende verhelfen konnte – an jedem einzelnen Tag in den ersten drei Monaten diesen Jahres.

Das ist kein Spiel. Und hier gibt es keine Gewinner.

Weil jeder fehlt, der nicht geboren wurde... Hilfe statt Abtreibung

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