Drei Jahre Moralblog – eine Zwischenbilanz

Harald Stollmeier am 2. Dezember 2012

Am 1. Advent (29. November) 2009 erschien der erste Moralblog-Artikel: “Auszeichnung für die Beratungsstelle Nachtfalter.” Am 27. November 2012 erschien der 102. und bisher letzte: “Jane: Das ist meine Abtreibung.” Nicht ganz drei Artikel im Monat sind auch Ausdruck einer Selbstbeschränkung der Moralblog-Redaktion: Wir schreiben grundsätzlich selbst. Nur in raren Ausnahmefällen übernehmen wir Pressemitteilungen, und auch dann nicht ohne eigene Recherche.

Thematisch sind wir im Laufe dieser drei Jahre katholischer geworden, als wir erwartet hatten. Vielleicht ist das kein Wunder, wenn man sich mit dem Lebensrecht ungeborener Menschen beschäftigt – keine Großorganisation tritt konsequenter dafür ein als die katholische Kirche. Andererseits streben Menschen auf den verschiedensten weltanschaulichen Grundlagen danach, Gutes zu tun; und wir haben sowohl über Muslime als auch über Agnostiker berichtet, für die das gilt. Auch wir selbst wollen Gutes tun.

Deswegen sind wir hier und da über das rein journalistische Arbeiten hinausgegangen, am deutlichsten beim von Peter Singer angeregten Spenden-Experiment. Und wir haben wenigstens einmal gegen das Verbot von Hanns-Joachim Friedrichs verstoßen, wonach der Journalist sich mit keiner Sache gemein machen dürfe, auch nicht mit einer guten Sache. Wir haben uns mit dem Projekt 1000plus gemein gemacht. Und variieren das Friedrichs-Verbot wie folgt: Wenn der Journalist sich mit einer Sache gemein macht, dann muss er das offen sagen.

Heute ist der 1. Advent 2012. Wir danken unseren Lesern und Begleitern, unseren Gesprächspartnern unter den Bloggern und vor allem den vielen Menschen, die es uns ermöglichen, über gute Taten zu schreiben, indem sie gute Taten “begehen.”

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