Gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution: “Walk for Freedom” in Düsseldorf

Harald Stollmeier am 19. Oktober 2014

“Wir laufen für Freiheit”, sagt Pastorin Joanna Haverkamp von der Hillsong Church in Düsseldorf, “weil Millionen Frauen nicht in Freiheit leben können.” Sie ist eine von über 200 Frauen, die gestern vormittag durch die Düsseldorfer Innenstadt zogen, um auf das Schicksal von 27 Millionen Menschen aufmerksam zu machen, die aktuell Opfer von Sklaverei sind. Die meisten von ihnen sind Frauen, die in die Prostitution gezwungen wurden.

Walk for Freedom

Außer dunkler Kleidung und schwarzen Regenschirmen trugen so gut wie alle Demonstrantinnen Schuhe mit hohen Absätzen (“High Heels”), um eine Stunde lang “in ihren Schuhen” zu gehen und Solidarität mit den von sexueller Ausbeutung betroffenen Frauen zu zeigen. Allein in Deutschland wird die Zahl der Zwangsprostituierten auf ein halbe Million geschätzt.

“Wir wollen erreichen, dass die Menschen über die Sklaverei und ihre Opfer reden”, erklärt Pastor Alexander Landmann von der Hillsong Church, “denn wenn die Menschen darüber reden, verändern sich die Dinge.”

Der Walk for Freedom in Düsseldorf war eine von zahlreichen ähnlichen Äktionen im Rahmen der A21-Kampagne, die gegen Sklaverei und Menschenhande in aller Welt kämpft und u. a. Betroffenen durch Schutzhäuser und juristischen Beistand hilft.

"in ihren Schuhen"

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