Alle gegen Sklaverei?

Caroline Stollmeier am 3. Dezember 2014

Heute haben zahlreiche religiöse Führer aus der ganzen Welt, darunter auch Papst Franziskus, eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, nach der die moderne Sklaverei – also Menschenhandel, Zwangsarbeit, Zwangsprostitution, Organhandel sowie jede Beziehung, die gegen die Grundüberzeugung verstößt, dass alle Menschen gleichwertig sind und die gleiche Freiheit und Würde haben – ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist und als solches von jedem und allen Nationen anerkannt werden muss. Alle Mitglieder dieses Global Freedom Network bekennen sich damit zu dem Ziel, die moderen Sklaverei bis 2020 und für immer abzuschaffen.

Dies ist das erste Mal in der Geschichte, dass sich ein solches Bündnis zur Abschaffung der Sklaverei gebildet hat. „Wir verpflichten uns hier und heute, innerhalb und auch jenseits unserer Glaubensgemeinschaften alles in unserer Macht Stehende zu tun, um uns gemeinsam für die Freiheit all jener einzusetzen, die Opfer von Sklaverei und Menschenhandel sind, um ihnen ihreZukunft zurückzugeben. Heute verfügen wir über die Möglichkeit, das Bewusstsein, die Weisheit, die Innovationskraft und die Technologie, um dieses Gebot der Menschlichkeit und der Moral zu erfüllen“, heißt es in der Erklärung.

Das Global Freedom Network läd ausdrücklich „die Mitglieder aller Glaubensgemeinschaften und Menschen guten Willens in aller Welt“ zu spirituellen und praktischen Aktionen ein, die das Ziel haben die moderne Sklaverei abzuschaffen. Also auch Menschen außerhalb der Religionsgemeinschaften.

Ein globales Problem verlangt nach einer globalen Lösung. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist dabei die Verantwortung nicht länger zu delegieren, sondern sie selber zu übernehmen. Denn jeder Einzelne kann ein kleiner (oder vielleicht auch großer) Teil dieser Lösung sein. Jetzt ist die Zeit, für alle, die aufrichtig gegen die Abschaffung der modernen Sklaverei in all ihren unheilvollen Ausprägungen sind, aktiv zu werden. Gemeinsam. Eine gute Idee bleibt eine gute Idee – egal wer sie vorgetragen hat.

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