Papst Franziskus empfängt 1000plus

Caroline Stollmeier am 24. Juni 2016

In der vergangenen Woche empfing der Heilige Vater, Papst Franziskus, eine sechsköpfige Delegation von 1000plus zu einer Privataudienz – was für eine Ehre! Die Organisation, die sich seit sieben Jahren wirksam für Schwangere in Not einsetzt, wurde dabei vertreten durch den Vorstand, die Beratungsleitung, ein 2-jähriges Mädchen mit seiner Mutter und den Rottenburger Weihbischof Thomas Maria Renz, der 1000plus seit langem kennt und unterstützt. Das zweijährige Mädchen ist eines der zahlreichen Kinder, die dank der Beratung und der ganz konkreten Hilfe von 1000plus das Licht der Welt erblicken konnten.

Papst Franziskus nahm sich die Zeit, sich von Kristijan Aufiero, dem Vorsitzenden von 1000plus, Einzelheiten über das Hilfsangebot erläutern zu lassen. Während Aufieros Ausführungen “in herrlich klingendem Italienisch” (wie eine Ohrenzeugin berichtete) lobte der Papst den Dienst von 1000plus mit den Worten :”Was für eine wunderschöne Arbeit.”

Besonders angetan war der Papst auch von den sogenannten Babyflaschenaktionen. Dabei werden Babyflaschen zu Sammeldosen umfunktioniert, mit denen dann in Gemeinden um Spenden gebeten wird. Diese Aktionen tragen wesentlich zur Finanzierung der Beratung und Hilfe für Schwangere durch 1000plus bei.

Papst Franziskus bedankte sich ausdrücklich für alles, was 1000plus leistet, und spendete anschließend der kleinen Delegation inklusive des “1000plus-Babys” stellvertretend für die gesamte Organisation seinen päpstlichen Segen.

Es ist bekannt, dass Schwangere in Not und ihre ungeborenen Babys Papst Franziskus besonders am Herzen liegen und er sich mehr konkreten Beistand für sie wünscht. Bereits 2013 betonte er in seinem ersten Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium: “Es ist nicht fortschrittlich, sich einzubilden, die Probleme zu lösen, indem man ein menschliches Leben vernichtet.” Vergangene Versäumnisse eingestehend heißt es weiter: “Doch es trifft auch zu, dass wir wenig getan haben, um die Frauen angemessen zu begleiten, die sich in sehr schweren Situationen befinden, wo der Schwangerschaftsabbruch ihnen als eine schnelle Lösung ihrer tiefen Ängste erscheint, besonders, wenn das Leben, das in ihnen wächst, als Folge einer Gewalt oder im Kontext extremer Armut entstanden ist.” Und er fragt: “Wer hätte kein Verständnis für diese so schmerzlichen Situationen?” [214]

Vor diesem Hintergrund ist das Lob durch das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht hoch genug zu bewerten, drückt es doch aus, dass 1000plus genau auf dem verständnisvollen Weg ist, den der Papst sich für seine Kirche im Umgang mit Schwangeren in Not wünscht.

Cornelia Lassay, Leiterin der Direktberatung von 1000plus, steht noch ganz unter dem Eindruck des Papstbesuchs: “Irgendwie habe ich angefangen, Zeit anders zu rechnen: in die Zeit davor und in die Zeit danach.” Mit ihr dürften sich nun auch alle katholischen Unterstützer freuen, denn “der päpstliche Segen bestärkt uns alle sehr in dem, was wir tun.”


Papst Franziskus zeigt sich begeistert von der Babyflaschen-Aktion des Projekts 1000plus. Mit im Bild: Dr. Markus Arnold (stellvertretender Vorsitzender des Vorstands von Pro Femina e.V.), Monika Aufiero (Vorstandsmitglied), Weihbischof Thomas Maria Renz (Diözese Rottenburg-Stuttgart), Kristijan Aufiero (Vorsitzender des Vorstands, v.l.n.r.).
(C) Pro Femina e.V.

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