Archiv für die Kategorie 'Gute Menschen | Gute Taten'

Einheit und Frieden. Oder?

Caroline Stollmeier am 23. Februar 2016

!Vorsicht Meinung!

 

Welche Rolle spielt der Geist Gottes in Eurem Leben? Welche Rolle spielt er in Deinem Leben?

Der Geist Gottes macht alle Christen zu Brüdern und Schwestern: “Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter.” (Röm 8,14) Und als solche, stehen wir nicht mehr unter dem Zwang, unserer selbstsüchtigen Natur zu folgen. (Röm 8,12)

Das ist eine große Chance. Wir stehen nicht mehr unter dem Zwang, unserer selbstsüchtigen Natur zu folgen. Das heißt, wir haben eine Wahl. Wir können alles laufen lassen, wie es ist – Geist hin oder her. Aber wir können ihn auch um seine Hilfe bitten, und dann kommt er.

Die Selbstsucht der Menschen hat tausend Gesichter. Sie zieht sich durch alle Bereiche das Lebens. Natürlich auch bei Christen. Ich denke an dieses spontane Gefühl, dass man doch eigentlich ein viel besserer Christ ist als der da drüben. Oder wenn man eifersüchtig wird, weil eine andere Gemeinde viel mehr Mitglieder gewinnen kann als die eigene…

Es heißt aber, dass jeder von uns so leben soll, dass die Gemeinschaft der Christen gefördert und Gemeinde aufgebaut wird. (Röm 15,2) DIE Gemeinschaft, DIE Gemeinde – insgesamt – nicht eine bestimmte! Und wir sollen nicht in Streit geraten über verschiedene Auffassungen und Rituale. (Röm 14,1) So weit es möglich ist, und da, wo es auf uns ankommt, sollen wir den Frieden untereinander bewahren. (Röm 12,18)

Wir wünschen uns doch alle, dass möglichst viele Menschen gerettet werden, oder? Jeder von uns kann für Andere eine Sprosse auf der langen Leiter in den Himmel sein. Lasst nicht zu, dass beobachtbar eifersüchtiges, selbstsüchtiges oder überhebliches Verhalten Andere davon abhält, auch nur die unterste Sprosse zu betreten oder auf halber Höhe wieder abzuspringen! Und schubst um Himmels willen nicht sogar jemanden hinunter!

“Hören wir also auf, uns gegenseitig zu verurteilen! Seid viel mehr kritisch gegen euch selbst, wenn ihr euch im Glauben stark fühlt, und vermeidet alles, was einem Bruder oder einer Schwester Anstoß bereiten oder sie zu Fall bringen kann.” (Röm 14,13) Ich finde das ziemlich klar und eindeutig.

Am Ende wir sich jeder Einzelne von uns für sein Tun verantworten müssen. (Röm 14,12)

Wir alle sind Gottes Söhne und Töchter. Wir alle sind dadurch Brüder und Schwestern. Jeder Christ. Egal zu welcher Kirche oder Gemeinde er gehört. Wir dürfen uns nicht entzweien an Stilfragen oder Ritualen. Und schon gar nicht dürfen wir auf einander herabsehen.

Klar gibt es die, die “reifer” im Glauben sind. Aber insbesondere die haben die Pflicht, andere Menschen mit einem schwacheren Glauben mitzutragen, anstatt selbstgefällig nur an sich zu denken. (Röm 15,1)

Welche Rolle spielt der Geist Gottes in Deinem Leben?

ALLE, die sich vom Geist Gottes führen lassen, sind Brüder und Schwestern. Wir stehen nicht mehr unter dem Zwang, unserer selbstsüchtigen Natur zu folgen. Und jeder für sich ist für sein eigenes Tun verantwortlich. Lasst uns einander also annehmen, so wie Christus jeden von uns angenommen hat. DAS dient zum Ruhm und zur Ehre Gottes! (Röm 15,7)

 

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Was man für ein gutes Sterben tun kann

Harald Stollmeier am 27. November 2015

In der „guten alten Zeit“ gehörte der Tod selbstverständlich zum Leben, hauptsächlich wegen der hohen Kindersterblichkeit. Es ist an sich gut, dass wir diese Selbstverständlichkeit verloren haben. Nicht so gut ist, dass sie durch Unsicherheit ersetzt wurde.

Viele Menschen sind gehemmt, wenn sie Sterbenden begegnen. Manche können es nicht über sich bringen, einen todkranken Nachbarn oder Freund zu besuchen – und haben dann für den Rest ihres Lebens ein schlechtes Gewissen. Sehr viele aber stehen unheilbar kranken Angehörigen oft über sehr lange Zeit bei. Und die meisten von uns tun, was sie können, auch wenn das „nie genug“ ist.

Sterben hat eine körperliche und eine seelische Seite. Auf der körperlichen Seite sind Schmerzen, Atemnot, Durst und Angst die Hauptprobleme. Gian Domenico Borasio, einer der Pioniere der Palliativmedizin in Deutschland, fordert unter anderem eine bessere Schmerztherapie für Todkranke, insbesondere mit Morphinen anstelle von Opiaten, um neben den Schmerzen selbst auch Angst und Atemnot zu bekämpfen.

Auf der seelischen Seite quälen sich Sterbende oft mit unbewältigten Handlungen, mit Versäumnissen und mit Zerwürfnissen, die sie bereuen; auch wer nicht an einen Gott glaubt, kann von Schuld erdrückt werden. Sterbebegleiter berichten immer wieder davon, wie Patienten erst sterben konnten, nachdem sie zum Beispiel über schreckliche Kriegserlebnisse gesprochen hatten, von denen ihre Familie nicht das Geringste wusste.

Angehörige und Freunde von Sterbenden können helfen, indem sie eigene Konflikte ansprechen, behutsam natürlich, und womöglich anbieten, Kontakt zu einem Menschen aufzunehmen, mit dem der Sterbende noch einmal sprechen möchte.

Irgendwann ist der Sterbende tot. Aber für die Angehörigen ist sein Sterben noch nicht zu Ende. Erstens gilt es nun, den Abschied zu organisieren, die Beerdigung vor allem, aber vieles mehr von der Abmeldung bei Versicherungen bis zur Wohnungsauflösung. Und zweitens geht so ein Sterbeprozess an den mittelbar Betroffenen nicht spurlos vorüber; pflegende Angehörige brechen nicht selten ihrerseits gesundheitlich zusammen, wenn ihre Aufgabe beendet ist. Sie sind die „Schattenkinder“ des Sterbens und man kann nicht früh genug auf sie aufpassen.

Ein Wort noch zum Abschied selbst: Als ich vor 15 Jahren, es war im November, hinter dem Sarg meines Vaters herging, da gab es einen einzigen Moment, in dem es mir gut ging. Das war, als ich mich umdrehte und sah, wie viele Menschen mit meinen Brüdern und mir gemeinsam Abschied nahmen. Also: Wenn ein Mensch gestorben ist, den Sie kannten – gehen Sie zur Beerdigung. Und wenn Sie können, sagen Sie den Hinterbliebenen etwas Gutes über den Menschen im Grab. Sie pflanzen damit einen Baum, der jahrzehntelang Früchte trägt.

Strauch

Bild: Agentur “Freunde von uns”

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Unsere größte Ressource: <3

Caroline Stollmeier am 27. Juli 2015

“Servus, Bayern!” hieß es am vergangenen Samstag beim 1000plus-Tag, denn wir eröffnen eine neue Beratungsstelle in München.

Das ist ein großer Schritt, den wir nicht leichtfertig gehen. Wie durch ein Wunder konnten wir das turbulente letzte Jahr mit einem finanziellen Überschuss abschließen, der einerseits durch besonders sparsames Wirtschaften, andererseits durch die bemerkenswerte Solidariät der 1000plus-Unterstützer erzielt werden konnte.

Das, aber vor allem der unverändert große Bedarf von Frauen im Schwangerschaftskonflikt in unserem Land, haben den Ausschlag dafür gegeben, dass mit der Beratungsstelle Bayern unser Hilfsangebot weiter ausgebaut wird.

Beim 1000plus-Tag haben drei mutige Frauen von der schwersten Zeit in ihrem Leben berichtet, nämlich den Wochen, in denen sie mit sich und ihrem Umfeld um das Leben ihrer Kinder gerungen haben. Alle drei Frauen haben den Weg zu uns gefunden und gemeinsam mit unseren Beraterinnen gute und gangbare Lösungen gefunden. “Es ist nicht immer leicht, aber das hat auch keiner gesagt”, erklärte eine von ihnen. Trotzdem sind alle drei inzwischen stolz auf sich, ihre Kinder und alles, was sie seither geschafft haben. Drei ganz starke Frauen!

Diese drei und auch jede andere Frau, die sich an 1000plus wendet, sind der Grund für alles, was wir tun, für alles, was wir uns vornehmen und für alles, was wir in Zukunft noch erreichen werden. In der Beratungsstelle Bayern werden vier neue Beraterinnen arbeiten. So werden wir insgesamt etwa 1.000 Frauen pro Jahr zusätzlich helfen können. Und es geht jetzt bald los. Die ersten Mitarbeiter sind schon privat nach München umgezogen, die ersten neuen Beratinnen sind eingestellt und werden gerade geschult, die neuen Räume nehmen Formen an…

Natürlich sind mit einer weiteren Beratungsstelle enorme Kosten verbunden, die – wie immer – alleine in Form von Spenden aufgebracht werden müssen. Im Vorfeld haben sich einige großzügige Spender bereit erklärt, jede Spende, die bis Ende Oktober für den Aufbau der Beratungsstelle Bayern eingeht, zu verdoppeln – bis zu einer Gesamthöhe von fast 150.000 Euro!

Kristijan Aufiero, Leiter von 1000plus, erläuterte beim 1000plus-Tag zuversichtlich, wie wir die nötigen finanziellen Mittel zusammen bekommen können, nämlich beispielweise so:

gemeinsam

Während der Veranstaltung sind bereits spontan mehr als 14.000 Euro zugesagt worden. Jeder weitere Euro hilft. Und JEDER ist herzlich eingeladen die zusäzliche Arbeit für 1000plus auch zusätzlich zu unterstützen. Dankeschön! 🙂

Natürlich ist Spenden nicht der einzige Weg, auf dem man 1000plus und somit ganz direkt schwangeren Frauen helfen kann. Das wurde auf dem 1000plus-Tag wieder sehr deutlich. Wir brauchen noch mehr

– Botschafter

– Mitarbeiter in unserem Team für Babyflaschen-Aktionen

– Mit-Beter

– Ehrenamtler, die Frauen in ihrer Nähe konkret helfen (beispielweise als Leih-Oma, Babysitter, bei Behördengängen oder als Umzugshelfer)

Wer das Gefühl hat, dass das etwas für ihn sein könnte, kann sich ganz einfach und ganz unverbindlich bei uns melden. Und dabei spielt es natürlich keine Rolle, ob Sie in Bayern wohnen oder woanders.

1000plus ist im Aufbruch. Und dabei können wir auf unsere wichtigste Ressource setzen, wie Kristijan Aufiero so treffend festgestellt hat: unser Herz. Wir lieben, was wir tun. Und wir wollen, was wir tun. Wir lieben die Frauen, mit denen wir Kontakt haben. Und wir wollen sie nie alleine lassen.

Machen Sie mit?!

 

1000plus redner

(U. a. sprachen auf dem 1000plus-Tag in München: v. l. Weihbischof Thomas Maria Renz, Schirmherrin Johanna Gräfin von Westphalen, 1000plus-Leiter Kristijan Aufiero;

Fotos: (C) Caroline Stollmeier)

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Stephanies Treppenlift

Caroline Stollmeier am 6. Juli 2015

Tun und Reden bzw. Schreiben liegen manchmal ziemlich weit auseinander. Aber nicht hier in diesem Fall: Bloggerin Mandy bekam Kontakt zu Stephanie, einer pflegebedürftigen jungen Frau, und wusste gleich: Hier ist etwas zu tun!

Die beiden schrieben einander länger, und Stephanie ließ Mandy und ihre Leser an ihrer Geschichte teilhaben. Kurz gefasst: Stephanie hatte gesundheitlich großes Pech und ist seit Jahren vom Hals abwärts gelähmt. Ihre Mutter, selber stark angeschlagen, pflegt sie aufopferungsvoll. Vieles läuft gut, vor allem gibt Stephanie nicht auf, aber zu einem selbstbestimmten Leben fehlt es ihr zur Zeit vor allem an einem: einem Treppenlift, damit sie ihre Wohnung öfter verlassen kann. So ein Ding ist echt teuer! Und bezuschusst wird es nicht gerade üppig.

Aber genau an diesem Punkt hat Mandy erkannt, was zu tun ist: Sie hat viel Zeit und Mühe in Recherche und Vorbereitungen gesteckt und eine Spendenaktion für Stephanies Treppenlift ins Leben gerufen. Wer sich noch nie mit so etwas beschäftigt hat, wird überrascht sein, was es da alles zu bedenken und abzuklären gibt! Und natürlich bleiben auch kritische Rückfragen nicht aus.

Inzwischen läuft die Aktion seit wenigen Tagen, und über die Hälfte der benötigten 15.000 Euro wurden bereits gespendet. Welch ein Segen!

Weder Stephanie noch Mandy könnten diese riesige Summe alleine aufbringen. Aber gemeinsam wird es gelingen. (SIE können selbstverständlich auch gerne noch mitmachen! In Stephanies Namen: DANKE dafür!) Ich finde es großartig zu sehen, wie so viele Menschen spontan bereit sind zu helfen, auch wenn sie Stephanie nicht kennen und Mandy nur vom Lesen im Internet. Darunter sind auch Menschen, die selber nicht viel haben, wie ein 10-jähriger Junge, der in der brütenden Sommerhitze Flaschen eingesammelt hat, um das Pfand und einen Teil seines Taschengeldes zu spenden.

Mandy selber wünscht sich, dass wir alle unsere Augen und Ohren offen halten für die Not anderer Menschen, aber eben vor allem für unsere Möglichkeiten diesen zu helfen. Niemand muss etwas alleine schaffen. Wir Christen sind eine große Gemeinde. Und wir können so viel weiter geben:

Wir wollen nicht nur davon reden, dass wir einander lieben; unser Tun soll ein glaubwürdiger Beweis unserer Liebe sein. (1. Johannes 3, 18 NLB)

 

Stephanie

 

Spenden Sie für Stephanies Treppenlift hier.

Lesen Sie mehr von Mandy hier.

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Frauen, Freunde und Familie

Caroline Stollmeier am 23. April 2015

Vor kurzem habe ich mit einem Teil meiner Familie Freunde in Heidelberg besucht. Wir haben uns kennen gelernt, weil wir ein gemeinsames Herzensanliegen haben: Frauen zu helfen, die ungeplant schwanger sind. Deshalb unterstützen wir gemeinsam 1000plus, denn der dahinter stehende Verein Pro Femina e.V. hat ein überzeugendes Konzept dafür: “Hilfe statt Abtreibung” ist mehr als ein griffiger Slogan, es ist Programm, Vision, Lebenseinstellung. Und wir stehen voll dahinter.

Wir setzen uns dafür ein, dass Frauen im Schwangerschaftskonflikt wirklich eine freie Wahl bekommen. Viele Frauen sind in individuellen Notlagen: ein Partner, der das Kind nicht will, Eltern, die Druck machen, materielle Sorgen, Überforderung, eine Kombination aus mehreren dieser Probleme oder noch ganz andere. Wenn die Probleme, Sorgen und Nöte einen zu erdrücken scheinen, ist man dann wirklich noch frei? Wir wissen, dass man das nicht ist. Und deshalb ringen unsere Beraterinnen gemeinsam mit den Schwangeren darum, den Druck abzubauen und gute Lösungen zu finden. Nein, am Ende wird nicht alles einfach. Das können wir nicht versprechen. Aber wir können versprechen, dass wir keine Schwangere, die sich an uns wendet, im Stich lassen – auch nicht nach der Geburt ihres Babys.

Ich habe inzwischen die meisten hauptamtlichen und viele der ehrenamtlichen Mitarbeiter von 1000plus kennen gelernt. Und selten ist mir so viel Liebe (hier für die Schwangeren und ihre Babys), so viel Gottvertrauen und so viel persönliches Engagement begegnet. Gemeinsam konnten wir im letzten Jahr etwa 2.000 Frauen erreichen. Wir sind optimistisch, dass es in diesem Jahr mindestens 3.000 sein werden. Dass sich die Mehrzahl der Frauen nach unserer Beratung für ihre Babys entscheidet, macht uns glücklich und dankbar. Außerdem sehen wir daran und an den zahlreichen Rückmeldungen von Frauen, die sich anschließend für unsere Beratung und Hilfe bedanken (unsere größte Motivation für alles!), dass wir auf dem besten Weg sind, eine Beratungsstruktur aufzubauen, die den Bedürfnissen von vielen Frauen im Schwangerschaftskonflikt – bei denen es im wahrsten Sinne das Wortes um Leben und Tod geht – entspricht. Wir werden nicht nachlassen und auf diesem Weg weiter gehen.

Ich habe noch ein paar Einblicke hinter die Kulissen von 1000plus mitgebracht.

1000plus Lager

Total beeindruckt war ich von diesem gut sortierten Lagerraum. Von hier aus wird unser Infomaterial verschickt (das Sie hier übrigens gerne kostenlos anfordern können). Außerdem erhält unser Babyflaschen-Team von hier aus alles, was es für eine erfolgreiche Aktion braucht.

Eine große Karte im Büro zeigt auf den ersten Blick welche Mitarbeiter in welchem Teil Deutschlands wohnen. So lassen sich die Babyflaschenaktionen besser koordinieren.

1000plus Karte

Apropos Babyflaschenaktionen… Ich habe inzwischen selber schon einige durchgeführt und kann nur sagen: es ist jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis! Bei den Babyflaschenaktionen stellen wir während des Gottesdienstes in einer Gemeinde unsere Arbeit vor, führen anschließend noch gute Gespräche und verteilen unsere Babyflaschen, die als Spendendosen dienen. Diese werden dann nach drei Wochen wieder eingesammelt und tragen so maßgeblich dazu bei, dass wir unsere Arbeit überhaupt finanzieren können.

(Für unser Babyflaschen-Team suchen wir übrigens immer noch Unterstützer. Unsere Stellenbeschreibung dafür finden Sie hier.)

Wenn Sie jetzt auch irgendwie das Gefühl haben, dass Sie 1000plus mehr als zuvor unterstützen sollten, dann könnten Sie für “unsere” Schwangeren, ihre Babys, unsere Beraterinnen und offene Herzen beten. Wir tun das auch.

1000plus Kapelle

Neben unseren Büros in Heidelberg haben wir eine kleine Kapelle, in der sich unser Team nach Bedarf zurück ziehen kann. Wir wissen, dass wir ohne Hilfe von oben nicht tun könnten, was wir tun.

Außerdem ist ja klar, was uns und damit “unseren” Schwangeren immer hilft:

Maeuse = Spenden

1000dank!

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Kleines Mädchen – großes Herz: Novitas BKK Versichertenpreis für Majana Kabisch

Harald Stollmeier am 30. Oktober 2014

Niemand kann die ganze Welt in Ordnung bringen. Aber jeder kann einen kleinen Teil der Welt ein kleines bisschen besser machen. Das beweist die 10-jährige Majana Kabisch aus Bottrop-Fuhlenbrock – und erhält dafür den mit 1.000 Euro dotierten Novitas BKK Versichertenpreis.

Seit zwei Jahren besucht sie regelmäßig die Bewohnerinnen und Bewohner des benachbarten AWO Seniorenheims, spielt mit ihnen Mensch-ärgere-Dich-nicht oder Bingo, hilft bei Festen und singt Lieder mit den Demenzkranken.

Vor einiger Zeit hat Majana damit begonnen, für die Bewohner bunte Stofftäschchen zur Aufbewahrung von Taschentüchern zu nähen. „Zu Nikolaus habe ich auch schon eine Überraschung geplant“, kündigte Majana an, „aber was es ist, verrate ich noch nicht!“ „Ich bin sehr stolz auf meine Tochter“, betonte Mutter Gabriele Kabisch, „sie näht und näht, damit andere eine kleine Freude haben. Für Majana ist es so, als hätte sie 60 neue Omas und Opas gewonnen.“

Die Krankenkasse Novitas BKK, bei der Majana krankenversichert ist, zeichnete sie gestern mit ihrem Versichertenpreis aus. Bereichsleiter Markus Julius wandte sich in seiner Laudatio persönlich an Majana. „Wir wünschen uns, dass es noch viel mehr Menschen gibt wie dich. Im Namen der Novitas BKK danke ich dir, dass du anderen etwas schenkst, das man mit Geld nicht kaufen kann. Nämlich die Gewissheit: Da ist jemand, der sich um mich sorgt. Jemand, der mich zum Lachen bringt, mir Aufmerksamkeit schenkt und den Tag ein bisschen heller macht.“

„Den Preis stelle ich mir auf die Fensterbank“, freute sich Majana und hatte noch etwas auf dem Herzen, „im Seniorenheim sind noch so viele andere, die helfen. Das bin nicht nur ich allein.“

Novitas BKK Bereichsleiter Markus Julius und Gabriele Kabisch freuen sich mit Majana über den Versichertenpreis. Foto: Stefanie Jung

Novitas BKK Bereichsleiter Markus Julius und Gabriele Kabisch freuen sich mit Majana über den Versichertenpreis. Foto: Stefanie Jung

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Geburtstag fürs Leben

Caroline Stollmeier am 5. Oktober 2014

Die ersten fünf Jahre von 1000plus haben wir am Wochenende in Heidelberg mit einem 1000plus-Tag gebührend gefeiert. Der langen Reden kurzer Sinn: Diese Jahre waren nicht immer einfach, aber sie waren immer erfolgreich. Mitarbeiter und Unterstützer von 1000plus haben ihr Bestes gegeben. Und das werden wir auch weiterhin tun. Weil wir überzeugt sind von 1000plus. Von ganzem Herzen. Und weil uns drei Frauen (stellvertretend für viele tausend andere) auf so beeindruckende Weise haben teilhaben lassen an ihren Geschichten, an ihren Schwangerschaftskonflikten und daran, wie die Beratung und Hilfe von Pro Femina nachhaltig Gutes in ihrem Leben bewirkt haben. Diese Frauen sind der Grund, warum es 1000plus gibt und warum wir auch in Zukunft unser Bestes geben werden, damit irgendwann keine Schwangere in Deutschland mehr gegen ihren Willen abtreiben muss.

Herzlichen Glückwunsch, 1000plus! Und 1000dank!!

Danke für 5 Jahre 1000plus!

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„Jesus ist mein allerbester Freund“

Caroline Stollmeier am 25. Juli 2013

Die „Kinder“ des großen Häuptlings sind umringt von einer Schar wilder Indianer. Katy und Micha Petersmann heißen die beiden im wahren Leben. Aber im Moment sind sie damit beschäftigt das Rätsel um den verschwundenen Indianerschatz zu lösen. Der Trapper ist unschuldig, auch wenn der Medizinmann ihn zunächst verdächtigt hat. Ein Späher berichtet, er habe fremde Banditen beobachtet…

In Duisburg findet gerade das erste JuCamp statt, ein christliches Sommerzeltlager für über 50 Kinder und viele ehrenamtliche Helfer. Katy und Micha haben die Idee dazu aus ihrer Heimat, dem Sauerland, mitgebracht, als sie berufsbedingt ins Ruhrgebiet kamen. In ihrer neuen Gemeinde, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Rheinhausen, warben sie um Unterstützung für ihr Vorhaben – und waren am Ende sehr erfolgreich. Mit großem organisatorischen Aufwand gelang die Durchführung des JuCamps. Und dass die Kinder sich dort wohl fühlen, sieht man sofort.

Das JuCamp ist aber nur der Auftakt für ein dauerhaftes Engagement der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Rheinhausen für Kinder und mit Kindern. Katys und Michas großer Traum ist es, eine funktionierende „Jungschar“ zu etablieren, eine regelmäßige Kindergruppe, die gemeinsam viel Spaß hat, in der aber auch christliches Gemeindeleben eine zentrale Rolle spielt. „Ich kenne Jesus schon seit ich auf der Welt bin. Er ist mein allerbester Freund. Und wer sein Freund ist, erlebt viele spannende Dinge mit ihm“, sagt Katy und möchte diese Erfahrung mit jungen Menschen teilen.

Das Leben von Katys Ehemann Micha verlief zunächst ganz normal, bestand aus Schule, Sportvereinen, Jungschar. Allerdings leidet er an einer Lese- und Rechtschreibschwäche, die ihm in der Schule zunehmend große Schwierigkeiten bereitet. Wenn es in einem Diktat oder Aufsatz gut lief, dann bekam er ein „Mangelhaft“.

„In der 5. Klasse kam für mich auch noch Englisch als schwieriges Fach hinzu. So dass ich mich nach nur so hagelnden Fünfen und Sechsen auch genau so fühle, nämlich ungenügend. Ich dachte, ich wäre zu nichts nütze, halt ungenügend. Weiter dachte ich, dass etwas, das ungenügend ist, weggeschmissen werden sollte. Genau dass hatte ich auch mit meinem Leben vor. Ich wollte mich umbringen. Dazu hatte ich mir extra ein Messer besorgt und mich auf den Balkon gestellt um möglichst wenig mit meinem Blut zu verdrecken“, blickt Micha zurück.

„Als ich da auf dem Balkon stand, habe ich nochmals über vieles nachgedacht. Dabei ist mir auch die Jungschar in den Kopf gekommen, und ich habe daran gedacht, dass die Mitarbeiter uns Kindern erläutert hatten, dass Gott uns mag und dass Selbstmord falsch ist. So habe ich gebetet. Ich habe Gott gesagt, dass er jetzt eine Chance bekommt, nämlich einen Monat Zeit, in dem er mir zeigen sollte, dass es ihn gibt. Ansonsten wollte ich den Selbstmord wirklich durchziehen.

In dem Monat habe ich die Schule gewechselt. Auf einmal kam ich auf Zweien und Dreien in Deutsch und Englisch, obwohl die Krankheit nicht verschwunden war und die Arbeiten sicher nicht leichter wurden, erst recht nicht, da ich auch noch andere Bücher kennenlernen musste.

Das habe ich als Wink Gottes wahrgenommen. Jetzt glaube ich an Ihn und möchte mein Leben, das Er gerettet hat, so leben wie Er es von mir möchte“, sagt Micha. Beim JuCamp, so hofft er, kann er anderen Kindern ein Stützpfeiler im Leben sein, so wie seine Betreuer es damals für ihn gewesen sind.

Im September wollen „Häuptling“ und Gemeindeleiter Peter Becker, Katy und Micha sowie alle anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter mit etwas Abstand gemeinsam überlegen, ob es möglich ist, das JuCamp im nächsten Jahr zu wiederholen. Bis dahin muss aber noch eine wichtige Frage geklärt werden: Wer hat denn nun den Indianerschatz gestohlen?

Kati und Micha im Jucamp 2013_klein

Katy und Micha Petersmann im JuCamp Rheinhausen

(Foto: Caroline Stollmeier, Juli 2013)

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Kurz gemeldet: Haare weg – na und?

Caroline Stollmeier am 22. Mai 2013

6.100 Euro konnten die beiden mutigen Schülerinnen Melissa Momm und Ronja Laur in dieser Woche an die Elterninitiative der Kinderkrebsklinik Düsseldorf überreichen. Ende März hatten die beiden sich in Voerde am Niederrhein öffentlich eine Glatze schneiden lassen. Damit wollten sie – inspiriert von Film und Buch „Beim Leben meiner Schwester“ – ein Zeichen setzen und krebskranke Kinder und Jugendliche moralisch unterstützen. Außerdem haben sie mit ihrer Aktion in den vergangenen Wochen erfolgreich um Spenden geworben.

„Ganz am Anfang haben wir gehofft, dass wir 500 Euro schaffen würden. Und dann kamen immer mehr Spenden zusammen. Plötzlich hatten wir sogar mehr als 5.000 Euro“, berichtet Melissa überrascht vom eigenen Erfolg.

Auch das Medienecho auf ihre Aktion hat die beiden etwas überrollt. „Aber im Grunde war es das beste, was uns passieren konnte. Dadurch konnten wir noch besser helfen. Und wir sind auch selbstbewusster dabei geworden“, sagt Melissa.

Wirklich schlimme Reaktionen gab es auf das veränderte Aussehen der beiden nicht. Wer in ihrem Umfeld nicht sowieso schon von der Aktion wusste, wurde kurzerhand aufgeklärt und hat positiv reagiert. So lautet auch das vorläufige Fazit von Melissa und Ronja: „Wir hatten vor der Aktion doch noch Tage, an denen wir gezweifelt haben. Aber dann haben wir es durchgezogen – und würden es ohne nachzudenken sofort wieder machen.“

Melissa und Ronja stehen in regem Kontakt zur Elterninitiative. „Unsere Aktion ist noch lange nicht abgeschlossen, wir haben schon viele gemeinsame Pläne. Es ist schön helfen zu können, auch wenn man nicht unmittelbar betroffen ist“, sagen sie.

Moralblog wünscht weiterhin viel Erfolg und sagt DANKE für ein so großartiges Engagement!

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Haare weg – na und?

Caroline Stollmeier am 2. April 2013

… unter diesem Motto haben die 16-jährige Melissa Momm und die 18-jährige Ronja Laur eine „Aktion zur moralischen und finanziellen Unterstützung krebskranker Kinder“ gestartet. Die beiden jungen Frauen vom Niederrhein haben sich vor wenigen Tagen eine Glatze schneiden lassen. Auf diese Weise wollen sie ihre Solidarität mit krebserkrankten Kindern und Jugendlichen ausdrücken und zeigen, dass man auch ohne Haar gut aussehen kann.

„Ein Bekannter ist an Leukämie gestorben, aber zu dieser Aktion haben uns am meisten das Buch und der Film ‚Beim Leben meiner Schwester’ von Jodi Picoult motiviert“, sagen die Beiden. In dieser Geschichte lässt sich die Mutter eines krebskranken Mädchens kurzerhand auch eine Glatze schneiden, weil ihre Tochter sich nach der Chemotherapie ohne Haare so hässlich fühlt.

Melissa und Ronja unterstützen mit ihrer Aktion die Elterninitiative der Kinderkrebsklinik Düsseldorf. Deshalb werben sie auch um Spenden, die sie an Betroffene und ihre Familien weitergeben möchten. Der „moralische Gedanke“ steht bei dieser Aktion aber klar im Vordergrund, sagen sie. Um möglichst vielen Menschen zu zeigen, dass man auch ohne Haare gut aussehen kann, hat Melissa eine Facebook-Seite eingerichtet, auf der sie auch über den weiteren Verlauf ihrer Aktion berichtet. Dort gibt es außerdem beeindruckende Vorher-Nachher-Fotos zu sehen.

Melissa und Ronja

Melissa und Ronja stellen in Voerde am Niederrhein ihr Aktion “Haare weg – na und?” vor und sammeln Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche (Foto: C. Stollmeier)

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